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Sa., 09.03.2019 – So., 12.05.2019

Nel Aerts „Haus der Wanderer“

Westfälischer Kunstverein Münster

9. März–12. Mai 

 

Nel Aerts „Haus der Wanderer"

 

Im Frühjahr 2019 präsentiert der Westfälische Kunstverein die erste Einzelausstellung in Deutschland von Nel Aerts (*1987), einer jungen belgischen Künstlerin aus Antwerpen. Die Ausstellung findet im Tandem mit der Kunsthalle Lingen statt, wo Nel Aerts zeitgleich ebenfalls Arbeiten präsentieren wird. Nel Aerts arbeitet in den Bereichen Performance, Malerei und Zeichnung – mit vielen installativen Elementen und figurativen Anteilen, die eine Identifikation und ein Nachspüren feiner menschlicher Emotionen in ihren Arbeiten möglich machen. Am Auffälligsten sind wohl ihre Malereien, oft Acryl auf Holz, was ein Durchscheinen der Holzstruktur möglich macht und eine gewisse Altertümlichkeit suggeriert. Sie stellen oftmals Charaktere dar, die an Cartoons erinnern, zwischen verschiedenen Wesen changieren, mit Mustern konterkariert werden. Die Malereien und Zeichnungen enthalten oft collagierte Elemente, sind flächig, manchmal gar grob, und doch geht von ihnen immer eine Verletzlichkeit und Emotionalität aus. Vielleicht weil Nel Aerts, wie sie selbst zugibt, meist von einem Selbstporträt ausgeht – auch hier wohl eher das Selbstporträt einer bestimmten Empfindung denn der äußerlichen Erscheinung. Dabei spürt man nicht nur die jeweiligen Gemütszustände sondern gleichsam die Verwunderung oder das Staunen in der Selbstreflexion, im Blick zurück auf sich selbst in dieser Emotion. Nel Aerts' Malereien und Zeichnungen erinnern in ihrer Formensprache und ihrem Umgang mit Collagen und Mustern an Matisse, während ihre Cartoon-artigen Charaktere und die mal melancholischen, mal absurden Szenerien den späten Arbeiten von Philip Guston ähneln. Humor und sogar Slapstick sind wesentliche Bestandteile von Nel Aerts' künstlerischer Praxis und erlauben einen erfrischend selbst-ironischen Blick auf ihre eigenen Befindlichkeiten. So etwa die Performance (und Videoarbeit) „Tafelmanieren" von 2012, in der sie auf einem Tisch sitzend sich selbst aussägt und schließlich nach einem unerträglichen Spannungsbogen zu Boden fällt. Die Ausstellung wird kuratiert von Kristina Scepanski.


Öffnungszeiten:

Dienstag bis Sonntag 11.00 bis 19.00 Uhr, Montag geschlossen.

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