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Do., 08.03.2018, 19:00 h

Forum am Donnerstag mit Andreas Brendel: Mörder oder Mordgehilfe?

Geschichtsort Villa ten Hompel Münster

Donnerstag, 8. März, 19 Uhr


MÖRDER ODER MORDGEHILFE?
Die schwierige Suche nach der juristischen Wahrheit bei NS-Gewaltverbrechen

Oberstaatsanwalt Andreas Brendel (Dortmund) im Gespräch mit Thomas Köhler (Münster)


Von den rund 6.500 im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau eingesetzten SS-Angehörigen mussten sich gerade einmal 43 vor einem bundesdeutschen Gericht verantworten – oft erst sehr viele Jahre nach ihren Taten. Die Strafen für ihre Verbrechen waren oft skandalös niedrig. Waren diese Männer Mörder oder „nur" Mordgehilfen? Wie kamen die Prozesse zustande? Und wie sieht es mit der juristischen Möglichkeit der Strafverfolgung von Massentötungen außerhalb der Konzentrations- und Vernichtungslager aus?
Für Strafermittler wie Oberstaatsanwalt Andreas Brendel zählen klare Beweislagen, um zur juristischen Wahrheit zu gelangen. Im Detmolder Auschwitz-Prozess von 2016 vertrat Brendel die Anklage gegen den 94jährigen ehemaligen SS-Wachmann Hanning. Das Urteil von 5 Jahren Haft wegen Beihilfe zum Mord in 170.000 Fällen ist ein - wenn auch später - Meilenstein der Justizgeschichte der BRD.

Andreas Brendel ist Oberstaatsanwalt und Leiter der „Zentralstelle" für Nordrhein-Westfalen für die Bearbeitung von nationalsozialistischen Massenverbrechen.
Thomas Köhler ist Historiker, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Geschichtsorts Villa ten Hompel und assoziierter Mitarbeiter am Historischen Seminar der WWU Münster.
In Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V.


Öffnungszeiten:

Mittwoch, Donnerstag 18.00 bis 21.00 Uhr, Freitag, Samstag, Sonntag 14.00 bis 17.00 Uhr