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Sa., 02.09.2017, 16:00 h

Vernissage "Gedenken an das Massaker von Babij Jar 1941!

Geschichtsort Villa ten Hompel Münster

16 Uhr
BABIJ JAR
Eine Plastik von Frank Otto Sperlich zur Erinnerung an die jüdischen Opfer des Massakers von Kiew im September 1941 - Vernissage
- Kunstinstallation „Babij Jar" mit einer Einführung des Künstlers Frank Otto Sperlich
- Impuls Thomas Köhler: Babij Jar September 1941: Polizei und Holocaust
- Impuls Michael Sturm: Babij Jar heute – Zwischen Vergessen, Verdrängung und Vergegenwärtigung

Babij Jar: In dieser Schlucht bei Kiew haben Polizei, SS und Wehrmacht sowie Militär aus der Ukraine am 29. und 30. September 1941 insgesamt 33.771 Kinder, Frauen und Männer jüdischen Glaubens erschossen. Die Höllenschlucht von Babij Jar wurde in den Jahrzehnten von der Stadt Kiew überwuchert und ist heute ein Freizeitpark. Seit seiner Spurensuche in Kiew beschäftigt den Dokumentarfilmer und Künstler Frank Otto Sperlich dieses Massaker.
In einer emotional berührenden Installation setzt Sperlich den Opfern ein Denkmal: „Ich möchte den Opfern ein Gesicht geben, ihre Bilder wieder sichtbar machen." Auf 33 Hem-den und Shirts hat er mit Farbe und einer speziellen Technik Porträts von Opfern dauer-haft projiziert und sie damit dem Vergessen entrissen. Es sind Gesichter voller Hoffnung, voller Lebensfreude. Privatfotos aus einer besseren Zeit. Es sind Gesichter, die mahnen und daran erinnern, dass noch immer Menschen durch Menschenhand sterben. Heute. Morgen. Weltweit.

Der auf Rügen lebende und arbeitende Dokumentarfilmer und Künstler Frank Otto Sperlich wird Einblicke in die Entstehung und Intentionen seiner Installation geben.
Die Historiker Thomas Köhler und Michael Sturm aus dem Team der Villa ten Hompel geben kurze Inputs zum historischen Kontext und zur Erinnerungskultur in der Ukraine heute.

In Kooperation mit der Spuren Finden e.V. und dem Evangelischen Forum Münster e.V.


Öffnungszeiten:

Mittwoch, Donnerstag 18.00 bis 21.00 Uhr, Freitag, Samstag, Sonntag 14.00 bis 17.00 Uhr